Cannabisblüten (Flos)
Auch bekannt als: Flos, Marihuana medizinisch, Medizinalblüten
Kurz erklärt
Medizinische Cannabisblüten sind getrocknete weibliche Blütenstände der Hanfpflanze in pharmazeutischer Qualität (EU-GMP), zur Inhalation per Vaporisator oder Zubereitung als Tee verordnet.
Blüten werden nach DAB/EuAB-Monografien standardisiert auf den THC- und CBD-Gehalt. Übliche Packungsgrößen sind 5, 10 oder 15 g, die Tageshöchstmenge je Rezept beträgt nach BtMVV bis zu 100 g THC innerhalb von 30 Tagen. Vorteile: schneller Wirkungseintritt (Minuten), individuelle Titration, breites Terpenspektrum (Entourage-Effekt). Nachteile: Inhalationsaufwand, kürzere Wirkdauer als orale Formen, exakte Dosierung pro Inhalation schwieriger als bei Tropfen.
Verwandte Begriffe
Bei der Vaporisation werden Cannabinoide und Terpene aus Blüten oder Extrakten verdampft, ohne dass das Material verbrannt wird. Die ärztlich empfohlene Anwendungsform für medizinische Inhalation.
Die Verdampfungstemperatur beeinflusst, welche Cannabinoide und Terpene aus dem Material freigesetzt werden. Niedrige Temperaturen schonen Terpene, höhere lösen mehr Cannabinoide.
EU-GMP (Good Manufacturing Practice) ist der europäische Standard für die Herstellung von Arzneimitteln. Medizinisches Cannabis muss EU-GMP-konform produziert werden, um in Deutschland verkehrsfähig zu sein.
Die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung regelt die formalen Anforderungen an die Verschreibung von Betäubungsmitteln. Für Medizinalcannabis und Dronabinol gilt sie seit dem MedCanG (April 2024) nicht mehr.
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