Mikrodosierung
Kurz erklärt
Mikrodosierung bezeichnet die Anwendung sehr niedriger Cannabis-Dosen (oft 1–2,5 mg THC), die unterhalb der psychoaktiven Schwelle liegen und vorwiegend therapeutische Effekte nutzen sollen.
Bei Mikrodosierung profitieren Patienten von analgetischen, anxiolytischen und schlaffördernden Effekten, ohne kognitive Beeinträchtigung. Besonders relevant bei ADHS, Schlafstörungen, leichter Angst und während des Arbeitstages. Auch das biphasische Wirkprofil von CBD (anxiolytisch bei niedrigen, müde machend bei hohen Dosen) ist bei Mikrodosierung relevant.
Verwandte Begriffe
Die individuelle Cannabis-Dosierung variiert stark zwischen Patient:innen. Sie wird durch schrittweise Titration ermittelt – 'start low, go slow' ist die Goldregel.
Titration ist die schrittweise Anpassung der Dosis bis zur individuell wirksamen und gut verträglichen Tagesdosis. Bei Cannabis-Therapie gilt das Prinzip 'start low, go slow'.
THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol) ist das wichtigste psychoaktive Cannabinoid der Cannabispflanze und der pharmakologisch wirksame Bestandteil der meisten medizinischen Cannabisblüten und -extrakte in Deutschland.
CBD (Cannabidiol) ist das zweithäufigste Cannabinoid der Hanfpflanze. Es wirkt nicht psychotrop, hat aber entzündungshemmende, anxiolytische und antikonvulsive Eigenschaften und wird häufig in Kombination mit THC verschrieben.
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