Dosierung
Kurz erklärt
Die individuelle Cannabis-Dosierung variiert stark zwischen Patient:innen. Sie wird durch schrittweise Titration ermittelt – 'start low, go slow' ist die Goldregel.
Übliche Startdosen: Dronabinol 2,5 mg oral 1–3 ×/d; THC-Blüten inhalativ 0,05 g (1 Zug am Vaporisator) als Testdosis. Effektive Tagesdosen erstrecken sich von 5 bis 100+ mg THC. CBD-Therapie startet meist bei 10–25 mg/d und kann auf 200–600 mg/d (Epidiolex) steigen. Dokumentation in einem Therapietagebuch hilft, die Wirksamdosis zu finden.
Verwandte Begriffe
Titration ist die schrittweise Anpassung der Dosis bis zur individuell wirksamen und gut verträglichen Tagesdosis. Bei Cannabis-Therapie gilt das Prinzip 'start low, go slow'.
Mikrodosierung bezeichnet die Anwendung sehr niedriger Cannabis-Dosen (oft 1–2,5 mg THC), die unterhalb der psychoaktiven Schwelle liegen und vorwiegend therapeutische Effekte nutzen sollen.
Mit kontinuierlicher Anwendung von THC reduziert sich die Empfindlichkeit der CB1-Rezeptoren, sodass für gleiche Wirkung höhere Dosen nötig werden. Eine 48–72-stündige Pause kann die Empfindlichkeit teils zurücksetzen.
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