Toleranzentwicklung
Kurz erklärt
Mit kontinuierlicher Anwendung von THC reduziert sich die Empfindlichkeit der CB1-Rezeptoren, sodass für gleiche Wirkung höhere Dosen nötig werden. Eine 48–72-stündige Pause kann die Empfindlichkeit teils zurücksetzen.
Toleranz entsteht durch Internalisierung und Down-Regulation der CB1-Rezeptoren. Sie betrifft v.a. die psychotropen und appetitsteigernden Effekte, weniger die analgetische Wirkung. 'Tolerance Breaks' (T-Breaks) von 2–7 Tagen führen messbar zur Wiederherstellung der Rezeptordichte. Cross-Toleranz besteht innerhalb verschiedener THC-Präparate.
Verwandte Begriffe
Der CB1-Rezeptor ist ein G-Protein-gekoppelter Rezeptor und der häufigste Cannabinoid-Rezeptor im zentralen Nervensystem. Seine Aktivierung durch THC vermittelt die psychotropen, analgetischen und appetitsteigernden Effekte.
THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol) ist das wichtigste psychoaktive Cannabinoid der Cannabispflanze und der pharmakologisch wirksame Bestandteil der meisten medizinischen Cannabisblüten und -extrakte in Deutschland.
Die individuelle Cannabis-Dosierung variiert stark zwischen Patient:innen. Sie wird durch schrittweise Titration ermittelt – 'start low, go slow' ist die Goldregel.
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