Psychotrope Wirkung
Kurz erklärt
Psychotrope Wirkung bezeichnet den Einfluss eines Stoffes auf Psyche und Bewusstseinszustand. Bei THC zeigt sie sich als Euphorie, veränderte Sinneswahrnehmung, Entspannung – aber auch als Angst oder Paranoia.
Die psychotrope Wirkung von THC ist dosisabhängig und biphasisch: niedrige Dosen wirken oft anxiolytisch und stimmungsaufhellend, hohe Dosen können Angstzustände und dissoziative Erlebnisse auslösen. CBD und Terpene wie Limonen, Linalool und Pinen können die unerwünschten psychotropen Effekte abmildern.
Verwandte Begriffe
THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol) ist das wichtigste psychoaktive Cannabinoid der Cannabispflanze und der pharmakologisch wirksame Bestandteil der meisten medizinischen Cannabisblüten und -extrakte in Deutschland.
CBD (Cannabidiol) ist das zweithäufigste Cannabinoid der Hanfpflanze. Es wirkt nicht psychotrop, hat aber entzündungshemmende, anxiolytische und antikonvulsive Eigenschaften und wird häufig in Kombination mit THC verschrieben.
Für Cannabis-Patienten gilt seit August 2024 ein Grenzwert von 3,5 ng/ml THC im Blutserum. Bei bestimmungsgemäßer Anwendung medizinischen Cannabis greift in der Regel die 'Medikamentenklausel'.
Set (innere Verfassung) und Setting (äußere Umgebung) beeinflussen die Wirkung psychoaktiver Substanzen erheblich. Bei medizinischem Cannabis können sie unerwünschte Effekte wie Angst oder Paranoia mitsteuern.
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