Indikation
Kurz erklärt
Eine Indikation ist der medizinische Grund für die Anwendung einer Therapie. Häufige Indikationen für medizinisches Cannabis sind chronische Schmerzen, Spastik, Übelkeit, Appetitlosigkeit und ADHS.
Studienlage variiert je nach Indikation: Stark belegt sind chronische (neuropathische) Schmerzen, MS-Spastik, Chemotherapie-induzierte Übelkeit und kindliche Epilepsie. Mäßig belegt sind Schlafstörungen, PTSD und ADHS. Versorgungsdaten aus Deutschland (BfArM-Begleiterhebung) zeigen Schmerz (~75 %) als häufigste Indikation, gefolgt von Spastik und Anorexie.
Verwandte Begriffe
Eine Kontraindikation ist ein Grund, der gegen die Anwendung einer Therapie spricht. Absolute Kontraindikationen für Cannabis sind Psychosen und schwere kardiovaskuläre Erkrankungen.
Off-Label-Use bezeichnet die ärztliche Verordnung eines Arzneimittels außerhalb der zugelassenen Indikation. In Deutschland ist Cannabis als Medizin seit 2017 weitgehend ohne Indikationsbeschränkung verschreibbar.
Das Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG) regelt seit dem 1. April 2024 in Deutschland die medizinische Verschreibung, Herstellung, den Import und die Abgabe von Cannabis zu medizinischen Zwecken.
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