Entourage-Effekt
Kurz erklärt
Der Entourage-Effekt beschreibt das Phänomen, dass das Zusammenspiel mehrerer Cannabinoide und Terpene eine stärkere oder ausgewogenere Wirkung erzielt als ein isolierter Einzelwirkstoff.
Erstmals 1998 von Ben-Shabat und Mechoulam beschrieben. Vollspektrum-Präparate enthalten neben THC/CBD auch Minor-Cannabinoide (CBG, CBC, CBN) und Terpene, die pharmakokinetisch (Resorption, Stoffwechsel) und pharmakodynamisch (Rezeptormodulation) interagieren. Klinisch wird der Effekt z.B. als bessere Verträglichkeit von THC bei begleitendem CBD beobachtet. Kritiker fordern größere Studien zur Quantifizierung.
Verwandte Begriffe
THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol) ist das wichtigste psychoaktive Cannabinoid der Cannabispflanze und der pharmakologisch wirksame Bestandteil der meisten medizinischen Cannabisblüten und -extrakte in Deutschland.
CBD (Cannabidiol) ist das zweithäufigste Cannabinoid der Hanfpflanze. Es wirkt nicht psychotrop, hat aber entzündungshemmende, anxiolytische und antikonvulsive Eigenschaften und wird häufig in Kombination mit THC verschrieben.
Das Terpenprofil ist die quantitative Zusammensetzung der Terpene in einer Cannabissorte. Es prägt Aroma und (vermutet) modifiziert die therapeutische Wirkung im Sinne des Entourage-Effekts.
Ein Vollextrakt enthält das gesamte Cannabinoid- und Terpenspektrum der Pflanze und wird meist als ölige Lösung in MCT- oder Sesamöl angeboten. Standardisierung erfolgt auf THC- und/oder CBD-Gehalt.
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