Terpenprofil
Kurz erklärt
Das Terpenprofil ist die quantitative Zusammensetzung der Terpene in einer Cannabissorte. Es prägt Aroma und (vermutet) modifiziert die therapeutische Wirkung im Sinne des Entourage-Effekts.
Übliche Hauptterpene: Myrcen, Limonen, Pinen, Caryophyllen, Linalool, Terpinolen, Humulen, Ocimen. Frisches Material enthält 0,5–3,5 % Terpene insgesamt. Das Terpenprofil ist sortenspezifisch und chargenabhängig – ein wichtiger Faktor bei der Sortenauswahl, gerade bei chronischen Therapien.
Verwandte Begriffe
Myrcen ist ein monoterpenes Terpen, das in vielen Indica-dominierten Cannabissorten dominiert. Es gilt als sedierend und muskelrelaxierend und prägt das typische erdig-würzige Aroma.
Limonen ist ein zitrusartig duftendes Terpen, das stimmungsaufhellend, anxiolytisch und konzentrationsfördernd wirken kann. Es ist häufig in Sativa-Sorten dominierend.
Pinen ist das häufigste Terpen in der Natur (Kiefernnadeln). In Cannabis wirkt es bronchienerweiternd, konzentrationsfördernd und kann Gedächtnisstörungen durch THC abmildern.
β-Caryophyllen ist ein Sesquiterpen mit würzig-pfeffrigem Aroma. Es ist das einzige bekannte Terpen, das selektiv an den CB2-Rezeptor bindet und so antientzündlich wirkt.
Linalool ist ein blumig-süß duftendes Terpen, das auch in Lavendel vorkommt. Es wirkt anxiolytisch, sedierend und antikonvulsiv.
Der Entourage-Effekt beschreibt das Phänomen, dass das Zusammenspiel mehrerer Cannabinoide und Terpene eine stärkere oder ausgewogenere Wirkung erzielt als ein isolierter Einzelwirkstoff.
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