CBN (Cannabinol)
Kurz erklärt
CBN (Cannabinol) entsteht durch Oxidation von THC. Es ist nur schwach psychoaktiv und wird vor allem für seine sedierende Wirkung bei Schlafstörungen diskutiert.
Frisches Cannabis enthält kaum CBN; mit zunehmender Lagerung – besonders unter Lichteinfluss – steigt der CBN-Gehalt durch Abbau von THC. CBN bindet etwa 10-mal schwächer an CB1 als THC. Klinische Evidenz für die schlaffördernde Wirkung ist begrenzt; in Kombination mit Terpenen wie Myrcen wird ein synergistischer Effekt postuliert. Hohe CBN-Werte (>1 %) sind in der Pharmazie ein Indikator für mangelhafte Lagerung oder veraltete Ware.
Verwandte Begriffe
THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol) ist das wichtigste psychoaktive Cannabinoid der Cannabispflanze und der pharmakologisch wirksame Bestandteil der meisten medizinischen Cannabisblüten und -extrakte in Deutschland.
Myrcen ist ein monoterpenes Terpen, das in vielen Indica-dominierten Cannabissorten dominiert. Es gilt als sedierend und muskelrelaxierend und prägt das typische erdig-würzige Aroma.
Der Entourage-Effekt beschreibt das Phänomen, dass das Zusammenspiel mehrerer Cannabinoide und Terpene eine stärkere oder ausgewogenere Wirkung erzielt als ein isolierter Einzelwirkstoff.
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