CBG (Cannabigerol)
Kurz erklärt
CBG (Cannabigerol) gilt als 'Mutter-Cannabinoid', weil aus seiner Säureform CBGA in der Pflanze THCA und CBDA entstehen. Es ist nicht psychoaktiv und wird auf entzündungshemmende und neuroprotektive Wirkungen untersucht.
CBG kommt in den meisten Sorten nur in geringen Mengen (<1 %) vor. Spezielle CBG-Chemotypen erreichen 5–15 %. Präklinische Studien deuten auf antibakterielle (auch gegen MRSA), darmregulierende und neuroprotektive Effekte hin. CBG ist Partial-Agonist an CB1/CB2 und Agonist am α2-adrenergen Rezeptor, was den analgetischen und blutdrucksenkenden Effekt erklären könnte. In Deutschland ist CBG nicht eigenständig zugelassen, kann aber im Rahmen einer Cannabis-Vollspektrum-Therapie eine Rolle spielen.
Verwandte Begriffe
THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol) ist das wichtigste psychoaktive Cannabinoid der Cannabispflanze und der pharmakologisch wirksame Bestandteil der meisten medizinischen Cannabisblüten und -extrakte in Deutschland.
CBD (Cannabidiol) ist das zweithäufigste Cannabinoid der Hanfpflanze. Es wirkt nicht psychotrop, hat aber entzündungshemmende, anxiolytische und antikonvulsive Eigenschaften und wird häufig in Kombination mit THC verschrieben.
Der Entourage-Effekt beschreibt das Phänomen, dass das Zusammenspiel mehrerer Cannabinoide und Terpene eine stärkere oder ausgewogenere Wirkung erzielt als ein isolierter Einzelwirkstoff.
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