Wirkungseintritt
Kurz erklärt
Der Wirkungseintritt von Cannabis hängt von der Applikationsform ab: inhalativ 1–10 min, sublingual 15–30 min, oral 60–120 min. Dies beeinflusst Wahl und Titration des Präparats.
Für Akutsymptome (Schmerzspitze, Übelkeitsattacke) eignet sich Inhalation. Für planbare, gleichmäßige Wirkung (Schlaf, chronischer Schmerz) sind orale Formen besser. Sublinguale Anwendung bietet einen Mittelweg. Auch die Wirkdauer skaliert: inhalativ 2–4 h, sublingual 4–6 h, oral 6–10 h.
Verwandte Begriffe
Inhalation ist die Aufnahme von Cannabinoiden über die Lunge. Sie bietet den schnellsten Wirkungseintritt (1–10 min) und gut steuerbare Titration.
Bei oraler Einnahme (Kapseln, Edibles, Tropfen) werden Cannabinoide über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und durchlaufen den First-Pass-Effekt der Leber. Wirkungseintritt 60–120 min, Wirkdauer 6–10 h.
Bei sublingualer Anwendung wird das Präparat unter die Zunge gegeben und über die Mundschleimhaut resorbiert. Sie umgeht den First-Pass-Effekt und wirkt schneller als rein orale Einnahme.
Die Bioverfügbarkeit gibt den Anteil eines Wirkstoffs an, der unverändert in den systemischen Kreislauf gelangt. Bei Cannabinoiden hängt sie stark von der Applikationsform ab.
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