Anandamid (AEA)
Kurz erklärt
Anandamid ist ein körpereigenes Endocannabinoid, das an CB1- und CB2-Rezeptoren bindet und Stimmung, Schmerz, Appetit und Schlaf reguliert. Der Name leitet sich vom Sanskrit-Wort 'ananda' (Glückseligkeit) ab.
Anandamid (N-Arachidonoylethanolamin, AEA) wird on-demand aus Membranlipiden synthetisiert und rasch durch die Fettsäureamid-Hydrolase (FAAH) abgebaut. CBD hemmt FAAH und kann Anandamid-Spiegel erhöhen – ein vermuteter Mechanismus der angstlösenden Wirkung. Anandamid spielt eine Rolle bei der Belohnung beim Sport ('Runner's High') und der neuronalen Plastizität.
Verwandte Begriffe
2-AG ist das mengenmäßig häufigste Endocannabinoid im Gehirn und reguliert über CB1-Rezeptoren die synaptische Übertragung (Rückwärtssignalisierung).
Das Endocannabinoid-System ist ein körpereigenes Regelsystem aus Cannabinoid-Rezeptoren (CB1, CB2), Endocannabinoiden (Anandamid, 2-AG) und ihren Synthese- und Abbauenzymen. Es reguliert Schmerz, Stimmung, Appetit, Schlaf und Immunfunktion.
Der CB1-Rezeptor ist ein G-Protein-gekoppelter Rezeptor und der häufigste Cannabinoid-Rezeptor im zentralen Nervensystem. Seine Aktivierung durch THC vermittelt die psychotropen, analgetischen und appetitsteigernden Effekte.
CBD (Cannabidiol) ist das zweithäufigste Cannabinoid der Hanfpflanze. Es wirkt nicht psychotrop, hat aber entzündungshemmende, anxiolytische und antikonvulsive Eigenschaften und wird häufig in Kombination mit THC verschrieben.
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